Deutschland-Rundspruch
15.01.2026
Hallo,
liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie
hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 02. des Deutschen Amateur-Radio-Clubs
für die
03.
Kalenderwoche 2025
|
Meldungen zu folgenden Themen:
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch
Nummer 2 des Deutschen
Amateur-Radio-Clubs für die 3.
Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir
Meldungen zu folgenden Themen:
- Vorstandsmitglied Werner Bauer, DJ2ET,
silent Key
- Amateurfunk in Zahlen 2025: Positive
Entwicklung bei Klasse N und E
- DARC Toplist und Most-Wanted-Listen
2025
- Vortragsprogramm der 46. GHz-Tagung
steht fest
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Vorstandsmitglied Werner Bauer, DJ2ET,
silent Key
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Der Deutsche Amateur-Radio-Club trauert
um sein Vorstandsmitglied Werner
Bauer, DJ2ET, der am 7. Januar im Alter
von 63 Jahren nach langer, schwerer
Krankheit gestorben ist. Werner Bauer
war dem Amateurfunk und unserem Verein
über sehr viele Jahre eng verbunden.
Seit 1999 Mitglied im DARC, engagierte
er sich mit großer Verlässlichkeit,
Sachkenntnis und großem
Verantwortungsbewusstsein für
die Belange der Funkamateure.
Ab 2005 wirkte er auf Distriktebene
aktiv mit und brachte dort seine
Erfahrung und seine ruhige, verbindliche
Art ein. Im Jahr 2017 begann seine
Mitarbeit im DARC-Vorstand, dem er
seit seiner Wahl im Jahr 2019 offiziell
angehörte. Auch während seiner
schweren Erkrankung blieb Werner Bauer dem
DARC eng verbunden und nahm seine Aufgaben
wahr, solange es ihm möglich war.
So war er noch im Sommer 2025 auf der
HAM RADIO präsent, sprach im August
die Grußworte des DARC zur DNAT
in Bad Bentheim und nahm im Anschluss auch
an der 75-Jahr-Feier des DARC in Baunatal
teil. Dieses Engagement bis
zuletzt zeugt von seiner tiefen Verbundenheit
mit dem Amateurfunk und
unserem Verein.
Werner Bauer war ein geschätzter
Ansprechpartner, ein konstruktiver
Mitgestalter, ein Vorstandskollege
und Freund, auf den man sich jederzeit
verlassen konnte. Mit seinem Tod verlieren
wir einen engagierten Funkamateur
und einen Menschen, der den DARC über
viele Jahre hinweg mitgeprägt hat. Wir
werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Unser Mitgefühl gilt seiner
Familie und allen Angehörigen.
Der Vorstand des DARC e.V.
Amateurfunk in Zahlen 2025: Positive
Entwicklung bei Klasse N und E
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Die Teilnehmerzahlen im Amateurfunkdienst
weisen insbesondere bei Klasse N
und E weiterhin eine positive Entwicklung
auf. Die Bundesnetzagentur hat auf
ihrer Webseite die jährliche Statistik
zu den Teilnehmerzahlen im
Amateurfunkdienst veröffentlicht
[1]. Nachdem im Jahr 2024 erstmals wieder
ein deutlicher Aufwärtstrend zu
verzeichnen war, ist die Gesamtzahl der
Funkamateure im Jahr 2025 leicht zurückgegangen.
Zum 31. Dezember 2025 waren in Deutschland
61105 personengebundene
Amateurfunkzulassungen registriert
- das sind 210 weniger als im Vorjahr
(2024: 61315). Der Rückgang ist
vor allem auf eine Abnahme der Inhaber der
Klasse A zurückzuführen,
etwa durch die Aufgabe des Hobbys oder
altersbedingte Todesfälle.
Von den insgesamt 61105 Zulassungen
entfallen 51155 auf die Klasse A (2024:
52115), 9133 auf die Klasse E (2024:
8858) und 817 auf die neu eingeführte
Klasse N (2024: 342). Hinzu kommen
weitere Rufzeichenzuteilungen: Aktuell
gibt es 2912 Clubstationsrufzeichen,
1435 für Relais und Baken sowie 4786
Ausbildungsrufzeichen. Insgesamt sind
zurzeit 70238 Rufzeichen vergeben.
Die Teilnehmerzahlen an den Amateurfunkprüfungen
bleiben weiterhin auf hohem
Niveau. Während im Jahr 2023 insgesamt
1578 Prüfungsteilnehmer registriert
wurden, stieg diese Zahl 2024 deutlich
auf 2291 an - ein Zuwachs von rund 45
%. Im Jahr 2025 nahmen mit 2261 Personen
zwar geringfügig weniger
Interessierte an den Prüfungen
teil, das Niveau blieb jedoch nahezu konstant
und unterstreicht das weiterhin große
Interesse am Amateurfunk. Einen
wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung
leistete die neu eingeführte
Klasse N: 753 Prüflinge bestanden
2025 die N-Prüfung (2024: 483). Zudem
nutzten zahlreiche Funkamateure die
Möglichkeit, aus der Klasse N in die
höheren Klassen E und A aufzusteigen.
Insgesamt erhielten 2101 Teilnehmer
ein Amateurfunkzeugnis (2024: 2010)
- ein Plus von 91 ausgestellten
Zeugnissen gegenüber dem bereits
sehr hohen Vorjahreswert.
Die aktuellen Prüfungstermine
der Bundesnetzagentur zeigen, dass an vielen
Standorten die verfügbaren Termine
bereits bis in den April hinein
ausgebucht sind. Dies verdeutlicht,
dass der Prüfungsbedarf im vergangenen
Jahr nicht vollständig gedeckt
werden konnte und bei einem größeren Angebot
an Prüfungsterminen ggf. eine
höhere Zahl an Neuzuteilungen in 2025 möglich
gewesen wäre. Vor diesem Hintergrund
ist davon auszugehen, dass auch im Jahr
2026 weiterhin ein hoher Bedarf an
Amateurfunkprüfungen bestehen wird. Der
DARC wird sich über den Runden
Tisch Amateurfunk (RTA) beim nächsten Treffen
mit der Bundesnetzagentur für
eine Ausweitung des Prüfungsangebots
einsetzen, da Wartezeiten von drei
bis vier Monaten nach dem Abschluss eines
Kurses bis zum nächsten verfügbaren
Prüfungstermin problematisch sind. In
dieser Zeit müssen die zuvor erarbeiteten
Inhalte erneut aufgefrischt
werden, was den Lernerfolg und die
Motivation der Teilnehmenden
beeinträchtigen kann. Darüber
berichtet das DARC-AJW-Referat.
DARC Toplist und Most-Wanted-Listen
2025
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Um die Wertung für TopList und
Most-Wanted für das Jahr 2025 abschließen zu
können, rufen das DARC-Vorstandsmitglied
Ronny Jerke, DG2RON, und der
Präsident der German DX Foundation,
kurz GDXF, Philipp Springer, DK6SP, dazu
auf, QSOs bis zum 31. Januar 2026 einzureichen.
Die Vorgehensweise ist
einfach und für das Auswertungsjahr
2025 gibt es mehrere Wege, um
teilzunehmen:
Innerhalb der ersten Möglichkeit
loggt man sich in Wavelog@DARC ein [2] und
klickt anschließend einfach oben
rechts unter dem Rufzeichen auf
Drittanbieter-Dienste und dann auf
DCL Export. Dort findet man den grünen
Button "Fordere DCL-Schlüssel
an". Nach einer sicherheitsbedingten erneuten
Anmeldung über den Single-Sign-On
kann man der Teilnahme an TopList
zustimmen, damit automatisch QSOs in
die Wertung mit einfließen. Parallel
bitte auch gleich den Token, falls
noch nicht geschehen, für den
regelmäßigen Export der
QSO-Daten zum DCL anfordern. Falls der Export schon
aktiv ist empfehlen wir, diesen einmal
zu erneuern. Zweite Möglichkeit ist
der Direktupload der QSOs zu TopList/Most-Wanted.
Dazu wird im Browser
einfach ein Link aufgerufen und das
ADIF kann direkt ins Portal geladen
werden [3]. Die dritte Möglichkeit
ist nur noch für 2025 möglich: Unter
gleichem Link [3] kann die altbekannte
CFD-Datei hochgeladen werden. Diese
Möglichkeit wird künftig
entfallen. Sobald der Umbau in 2026 abgeschlossen
ist, wird das neue TopList/Most-Wanted-Portal
noch einfacher zu bedienen
sein. Die Einführung dieser neuen
Vorgehensweise markiert den Beginn einer
neuen Ära: Weg von hochgradig
manuellen Prozessen, hin zu automatisierten,
vernetzten und verlässlichen Logbuchdatenflüssen.
Vortragsprogramm der 46. GHz-Tagung
steht fest
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Die Tagungsleitung hat das diesjährige
Programm für die 46. GHz-Tagung
veröffentlicht. Die Tagung ist
die erste große Veranstaltung des DARC im
neuen Jahr. Sie findet am Samstag,
dem 28. Februar, in der VHS Dorsten
statt. Neben der Verleihung der DARC-UKW-Contestpokale
an die Gewinner des
Jahres 2025 stehen unter anderem folgende
Vorträge auf dem Tagungsprogramm:
Gerald Ihninger, OE2IGL, referiert
über axiale Rillenhörner für höchste
Ansprüche ab 10 GHz; Manfred Plötz,
DL7YC, berichtet über 76 GHz EME - the
next frontier; Emil Bergmann, DL8JJ,
trägt über sein EME Portabel-Setup
23-cm-Technik und Taktik vor; Alexander
Kurpiers, DL8AAU beschäftigt sich
mit 122/134 GHz Baugruppen nach David,
VK5KK; Matthias Bopp, DD1US, nimmt
sich dem Vergleich von diversen rauscharmen
Breitbandverstärkern
hinsichtlich Verstärkung und Rauschzahl
an; Marc Fröhlich, DO5AMF, zeigt
Chat-Mining: Jagdinstinkte wecken mit
KST4Contest und das Thema von Jörg
Körner, DK8DE ist zeitversetztes
Morsen: Wie der Sequenzer deine Zeichen
rettet. Weitere Informationen zur GHz-Tagung
gibt es auf der
Veranstaltungswebseite [4]. Dort ist
auch das Vortragsprogramm abrufbar.
Aktuelle Conteste
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17. bis 18. Januar: HA DX Contest
18. Januar: VFDB-DLPX Contest
23. bis 25. Januar: CQ World-Wide 160m
Contest
24. bis 25. Januar: REF Contest und
BARTG RTTY Sprint
Die Ausschreibungen finden Sie auf
der Webseite des Contest-Referates [dx]
sowie mittels der Contest-Termintabelle
in der CQ DL 1/26 auf S. 62.
Der Funkwetterbericht vom 14. Januar,
erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
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Zunächst der Rückblick vom
7. bis 13. Januar:
Die Sonnenaktivität war nur am
11. Januar moderat mit einem langen M-Flare.
Ansonsten war sie gering und durch
insgesamt 66 C-Flares geprägt. Der solare
Fluxindex fiel von 135 auf 112 Einheiten.
Das geomagnetische Feld war nur am
7. Januar sehr ruhig, ansonsten durch
Sonnenwind gestört [5]. Die für 3000
km Sprungentfernung am 11. Januar in
Juliusruh bestimmte Grenzfrequenz der
F2-Schicht lag nachts im Bereich von
6 MHz, bei Sonnenaufgang bei 14 MHz.
Sie erreichte tagsüber 30 MHz,
betrug bei Sonnenuntergang noch 25 MHz und
fiel danach innerhalb von zwei Stunden
auf etwa 8 MHz [6]. Das spiegelte
sich auch in der Praxis wider. Beim
DARC 10 m Contest hörten wir laute
DX-Stationen. Die atmosphärische
Dämpfung bewirkte aber sehr leise
DL-Signale. Short-Skip-Bedingungen
fehlten leider. Abends rutschte die MuF2
schnell unter 7 MHz, sodass Europaverbindungen
auf dem 40-m-Band schwierig
wurden. Tagsüber waren alle oberen
Kurzwellenbänder nutzbar.
Vorhersage bis 21. Januar:
Der M3,3-Flare am 11. Januar ereignete
sich am östlichen Sonnenrand, sodass
uns die aktive Region im Vorhersagezeitraum
begleiten wird. Ansonsten sind
kaum neue Sonnenflecken zu erwarten.
Die derzeit sichtbaren Regionen
verschwinden nach und nach über
den westlichen Sonnenrand. NASA sagt
sinkende Fluxwerte bis etwa 105 Einheiten
voraus. Das Erdmagnetfeld wird
voraussichtlich vom 15. bis 17. Januar
ruhig sein. Danach erwarten wir zwei
stürmische Tage. Die oberen Kurzwellenbänder
bleiben tagsüber brauchbar,
wobei die beiden oberen Bänder
nur kurz öffnen. Die Bänder 20, 17 und 15 m
öffnen morgens, schließen
aber nach Sonnenuntergang schnell. Bei ruhigem
Erdmagnetfeld finden wir auf 80 und
40 m gute Ausbreitungsbedingungen vor.
Abends rutscht die MuF2 schnell unter
7 MHz.
Es folgen nun die Orientierungszeiten
für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:15;
Melbourne/Ostaustralien 19:12;
Perth/Westaustralien 21:23; Singapur/Republik
Singapur 23:11;
Anchorage/Alaska 18:57; Johannesburg/Südafrika
03:27; Tokio/Japan 21:50;
Honolulu/Hawaii 17:11; San Francisco/Kalifornien
15:25; Port
Stanley/Falklandinseln 07:59; Berlin/Deutschland
07:12.
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste
21:50; San Francisco/Kalifornien
01:13; Sao Paulo/Brasilien 21:58; Port
Stanley/Falklandinseln 00:12;
Honolulu/Hawaii 04:08; Anchorage/Alaska
01:14; Johannesburg/Südafrika 17:05;
Melbourne/Ostaustralien 09:44; Auckland/Neuseeland
07:43; Berlin/Deutschland
15:18.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs.
Die Redaktion
hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom
Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den
Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz
- schicken Sie bitte per Post oder
Fax an die Redaktion CQ DL sowie per
E-Mail ausschließlich an
redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch
gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf
der DARC-Webseite, in Packet Radio
unter der Rubrik DARC sowie per
E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite
[mail] können Sie sich dazu
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Vielen Dank fürs Zuhören und
AWDH bis zur nächsten Woche! |