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Letztes Update:  04.02.2016

04.02.2016 Neu von Qixiang/Anytone: 10m/11m-Mobilfunkgerät mit TFT-Display  
04.02.2016  Eigenbau-Powerline-Verstärker machte Kurzwelle unbrauchbar 


04.02.2016 Neu von Qixiang/Anytone: 10m/11m-Mobilfunkgerät mit TFT-Display  

Ein bemerkenswertes neues 10m/11m-Mobilfunkgerät hat der chinesische Funkgeräte-Hersteller Qixiang/Anytone entwickelt. CB-Funk-Insider Simon Parker ("Simon the Wizard") hat eines der ersten Handmuster erhalten und berichtet darüber auf seiner Website "simonthewizard.com".

Das sehr kompakte Gerät trägt die Bezeichnung "Apollo II".und besticht durch ein mehrfarbiges TFT-Display. Mittels sechs Drucktasten, einer Funktionstaste und einem (einzigen) Drehknopf lassen sich sämtliche Funktionen und Betriebsparameter einstellen und auf dem Display darstellen. Das Gerät verfügt über die Modulationsarten AM und FM. SSB ist bei dem vorliegenden Handmuster nicht vorhanden.

Das "Apollo II" ist weitgehend mittels PC programmierbar. Neben üblichen Ausstattungsmerkmalen wie Scanner, Dual-Watch, RF-Gain und Autosquelch ist auch DTMF vorhanden. CTCSS/DCS, Bluetooth und eine "Handy-App" sind als Optionen vorgesehen.

Das Gerät wird es voraussichtlich in CB-Funk- und Amateurfunk- bzw. sog. "Export"-Versionen geben. Als CB-Funkgerät wird das "Apollo II" frequenzmäßig auf die in Europa üblichen "CB-Ländernormen" und 4 Watt Sendeleistung beschränkt sein. Im Amateurfunk- bzw. "offenen" Modus kann die Sendeleistung bis zu 40 Watt (FM) bzw. 20 Watt (AM) betragen. Der Frequenzbereich dürfte dann - wie bei derartigen Geräten üblich - im Frequenzbereich von ca. 26 bis ca. 30 MHz liegen. Ein Druckguss-Gehäuse sorgt für gute Wärmeabfuhr.

Über die endgültige Ausstattung, mit der das "Apollo II" auf den Markt kommen wird, sowie mögliche Bezugsquellen, Liefertermine und Preise des Geräts ist derzeit (Ende Januar 2016) noch nichts bekannt.



04.02.2016  Eigenbau-Powerline-Verstärker machte Kurzwelle unbrauchbar 

Über eine außergewöhnliche Funkstörung berichtet der Funkamateur Rainer Englert, DF2NU, in der Februar-Ausgabe der DARC-Clubzeitschrift "CQ DL".

DF2NU wohnt in einem kleinen Ort in Süddeutschland und hatte dort bisher nicht mit Funkstörungen zu kämpfen. Plötzlich "über Nacht" - so berichtet DF2NU - sei bei ihm ein starkes breitbandiges Störsignal aufgetaucht, das weite Bereiche der Kurzwelle "zurauschte".

Befragte Fachleute vermuteten, es könne sich um ein VDSL-Signal handeln, aber der Ort wird gar nicht mit VDSL versorgt.

DF2NU wandte sich schließlich an den Prüf- und Messdienst der BNetzA. Die von den BNetzA-Mitarbeitern durchgeführte Signalanalyse erhärtete den Verdacht, dass es sich um ein breitbandiges Datensignal handelt. Peilungen führten zunächst zu keinem Erfolg und mussten aus Zeitgründen abgebrochen werden.

Unterdessen führte DF2NU weitere Messungen durch und stellte schließlich fest, dass sich das Störsignal wahrscheinlich über die Freileitungen des örtlichen Stromnetzes verbreitete.

Bei einem zweiten Besuch machten die BNetzA-Mitarbeiter schließlich den Störenfried ausfindig: Er befand sich in einer ca. 400 Meter entfernten Biogas-Anlage eines benachbarten Bauern. Dort war ein offenbar selbst gebautes Powerline-Modem installiert, mit dessen Hilfe die Anlage vom ca. 300 Meter entfernten Wohnhaus des Bauern ferngewartet wurde. Dem Powerline-Modem war ein ebenfalls selbst gebauter Verstärker nachgeschaltet, der über keinerlei Selektionsmittel verfügte. Dieser Verstärker erzeugte Oberwellen bis in den UKW-Bereich hinein und speiste sein mehrere Watt starkes Signal in das öffentliche Freileitungs-Stromnetz ein.

Die BNetzA-Mitarbeiter stellten eine Grenzwertüberschreitung um 30 dB fest und ordneten die sofortige Außerbetriebnahme des Geräts an.

Der Inhaber der Anlage fiel aus allen Wolken. Er erklärte, die Powerline-Anlage mitsamt dem "Verstärker" sei von dem selben Ingenieurbüro erbaut worden, das auch die Biogas-Anlage projektiert habe.

Um den nachbarlichen Frieden zu erhalten und Ham Spirit zu demonstrieren, erklärte sich DF2NU bereit, anstelle des Powerline-Pfusches eine WLAN-Verbindung zur Fernwartung der Biogas-Anlage zu installieren. Diese wurde bereits am nächsten Tag aufgebaut und funktioniert zur Freude des Nachbarn einwandfrei.




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Detlef Wipperfürth
© 02/2016
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