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Letztes Update:  03.09.2015

03.09.2015 Österreichisches Gericht meint: Funken am Steuer verboten 
03.09.2015 Gastbeitrag: "EMV-Unterhose rettet die Zeugungsfähigkeit!" :-)  


03.09.2015 Österreichisches Gericht meint: Funken am Steuer verboten 

Das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich ist der Auffassung, dass auch die Benutzung eines Funkgeräts am Steuer während der Fahrt unter den Begriff des "Telefonierens" fällt und somit ohne Freisprecheinrichtung verboten ist. Das geht aus einer Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts Niederösterreich vom 8. Juli 2015 hervor.

Gegen einen Autofahrer war im Rahmen einer "Strafverfügung" eine Strafe von 60 Euro verhängt worden. Polizeibeamte hätten gesehen, dass er "während des Fahrens ohne Benützung einer Freisprechanlage telefoniert" habe. Damit habe er gegen § 102 Absatz 3 des österreichischen Kraftfahrgesetzes verstoßen. Darin heißt es u.a.:

„(...) Während des Fahrens ist dem Lenker das Telefonieren ohne Benützung einer Freisprecheinrichtung verboten.(...)“

Der betroffene Autofahrer erhob gegen die Strafverfügung Einspruch und so landete der Fall vor dem Landesverwaltungsgericht.

Der Betroffene begründete den Einspruch damit, dass das, was die Polizeibeamten gesehen haben, kein Telefon gewesen sei, sondern ein Funkgerät. Den Teil des Funkgerätes, den er in der Hand gehalten habe - so der Betroffene weiter - "sei mit einer Tastatur und Antenne versehen und stelle das Mikrofon dar, welches mit einem fixen Kabel zur Funkstation verbunden sei. Die Funkstation selbst sei fix mit dem Fahrzeug verschraubt und somit ein Teil des Fahrzeuges. Wenn man fix mit dem Fahrzeug verbundene Teile nicht während der Fahrt bedienen dürfte, würde man auch andere Schalter im Fahrzeug nicht bedienen dürfen, ein Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung sei daher nicht gegeben."

Das Landesverwaltungsgericht folgte dieser Auffassung nicht.

Mit dem Tatbestandsmerkmal "Telefonieren" - so das Gericht - werde "das Fernsprechen, also das Führen eines Ferngesprächs" erfasst. Der Betroffene habe unbestritten über das Funkgerät eine "Gespräch" geführt. Damit sei dieses Tatbestandsmerkmal erfüllt.

Der Betroffene habe selbst angegeben, dass er das Mikrofon des Funkgeräts in der Hand gehalten habe. Damit stehe fest, dass er keine Freisprecheinrichtung verwendet habe.

Die beanstandete Strafverfügung sei daher zu Recht ergangen. Der Betroffene muss die verhängte Geldstrafe von 60 Euro zuzügl. der Kosten für das Beschwerdeverfahren in Höhe von 12 Euro zahlen. Revision ist nicht zulässig.

Der volle Wortlaut der Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts Niederösterreich ist im Internet unter http://tinyurl.com/nry6ddu zu finden.

Österreich kennt (ebenso wie Deutschland) kein "Präzedenzfall-Recht". Andere Richter bzw. Gerichte können also in ähnlichen Fällen durchaus anders entscheiden.

In Deutschland ist das "Telefonierverbot am Steuer" in § 23 Abs. 1a der Straßenverkehrsordnung geregelt. Nach herrschender Rechtsmeinung ist damit während der Fahrt nur die Benutzung von "Mobil- und Autotelefonen", nicht aber die Benutzung von reinen Funkgeräten verboten. Eine abweichende Meinung vertrat im September 2010 das Amtsgericht Sonthofen in einer äußerst umstrittenen Entscheidung.



03.09.2015 Gastbeitrag: "EMV-Unterhose rettet die Zeugungsfähigkeit!" :-)  

Die spinnen wohl, die Briten, mag der Journalist Horst Garbe, DK3GV, bei der Betrachtung der Website https://wirelessarmour.co.uk gedacht haben und übersandte dem Funkmagazin eine Persiflage, die wir nachfolgend mit freundlicher Genehmigung des Autors gern wiedergeben:

EMV-Unterhose rettet die Zeugungsfähigkeit! 
Fortbestand der Bürger von "Zeitlofs" und der Welt gesichert

Das hätte man den Briten nicht zugetraut: Mit spezieller Unterwäsche sichern sie den Männern die hundertprozentige Zeugungsfähigkeit! Von der bis heute nicht als Fakt nachgewiesenen Theorie ausgehend, dass Funkwellen schädlich für den menschlichen Organismus sein könnten, kamen findige Menschen aus Großbritannien auf die Idee, des Mannes Potenz in vollem Umfang zu wahren! Das Unternehmen "Wireless Armour" hat hierzu die gute alte Unterhose modifiziert.

Ja, Funkwellen machen krank! Je stärker man sich einbildet, dass einen Funkwellen - von den Betroffenen gerne als "Strahlung", entsprechend der atomaren Strahlung, verunglimpft - krank machen, umso mehr wirkt die Psyche krankmachend auf den Körper. Umgekehrt kann dies natürlich auch helfen, von der "Funkwellenkrankheit" geheilt zu werden. Maler und Tapezierer kennen dies, wenn Kunden nach abschirmenden Tapeten verlangen. Ärgerlich nur, wenn der Kunde sich nach den fertig geklebten Tapeten darüber beschwert, dass sein schnurloses Telefon, sein mobiles Telefon oder sein über "wireless lan" angeschlossener Computer sehr schlechten oder gar keinen Empfang mehr aufweist. Der faradaysche Käfig lässt grüßen!

Die Technik der "strahlungsabsorbierenden" Tapeten wurde nun geschickt in die Unterhose umgesetzt, ganz ohne Kleister! In die heilbringenden und spermienerhaltenden Unterhosen wurde schlichtweg Silberdraht verwebt. Dieser soll dafür sorgen, dass elektromagnetische Wellen durch Abschirmung des Mannes heiligstes Teil nicht erreichen und dort vor allem nicht den Spermien den Garaus machen. Da ich nie eine solche Unterhose getragen habe, frage ich mich mit missbilligendem Blick auf meine Frau, wieso ich als Jahrzehnte aktiver Funkamateur zwei Kinder habe? Wie auch immer, die ähnlich der Hexenverfolgung aus dem Mittelalter einem Funkamateur nachstellenden "Strahlungsgläubigen" der unterfränkischen Gemeinde "Zeitlofs" brauchen sich ebenso wenig um Nachwuchs sorgen, wie die Menschen rund um den Globus. Dank den Briten und den von ihnen erfundenen versilberten Unterhosen bleibt des Mannes Sperma auf höchstem zeugungsfähigem Niveau!

Vielleicht lässt sich die Unterhose ja auch über den Kopf ziehen - um das Hirn zu schützen, sofern vorhanden.




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Detlef Wipperfürth
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