Das neue digitale- Fernsehen DVB-T2  Programme DVB-T2 
und aktuelle Nachrichten

Tabellen für DVB- T2 Programme kommen später dazu
Stand: 01.01.2017

Hinweis: Die privaten Sender machen richtig TV - Werbung für TVB-T2 verschweigen aber in der Werbung das die Sender in der Zukunft Verschlüsselt ausgestrahlt werden.
Der ganze Spass soll 69 Euro jährlich für eine Set-Top-Box Karte kosten um die privaten Sender zu sehen. 
Ich persönlich werde keine Set-Top-Box-Karte für die privaten Sender kaufen.


Nachrichten 24.11.2016 

DVB-T2: Details zur Umstellung am 29. März 2017

ARD-Anstalten und die Landesmedienanstalten haben den genauen Fahrplan für die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 bekannt­gegeben. Wir fassen alle Regionen zusammen, in denen das Antennenfernsehen umgestellt wird.

Der 21. November ist der "Tag des Fern­sehens" und dieses Jahr dreht sich bei ARD und den Landes­medien­anstalten alles nur um eines: die Umstellung auf DVB-T2. Anlässlich des DVB-T2-Aktions­tages am Montag wurde nun über den genauen Fahr­plan für den Über­gang vom digital-terres­trischen Antennen­fernsehen auf DVB-T2 HD informiert. Stichtag ist der 29. März 2017. Dann endet das alte DVB-T bundes­weit in den Ballungs­räumen. Zeit­gleich beginnt der Regel­betrieb von DVB-T2 HD mit rund 40 öffent­lich-recht­lichen sowie zahl­reichen - mehrheitlich verschlüs­selten und kosten­pflichtigen - privaten Programmen in Full-HD-Qualität über Antenne. Wir zeigen, wo es ab dem 29. März nur noch DVB-T2 gibt.

Berlin und Bayern

Für mehrere Bundes­länder stehen inzwischen Details fest: Ganz Berlin und weite Teile von Branden­burg sind von der Umstel­lung am 29. März betroffen. Zusätz­lich stellen rbb und ZDF den Sender Booßen bei Frankfurt/Oder (nur Programme von ARD, rbb und ZDF) zu diesem Termin um.

In Bayern werden am 29. März 2017 die Standorte München/Olympia­turm, Wendel­stein und Nürnberg/Fernseh­turm auf den neuen Übertragungs­standard DVB-T2 HD für das terres­trische Fernsehen umgestellt. Weite Teile Süd­bayerns und Mittel­frankens sind von dieser Änderung betroffen. Zusätzlich stellen der Bayerische Rundfunk und das ZDF zu diesem Termin die Standorte Dillberg (nur Programme von ARD, BR und ZDF) und Büttel­berg (nur Programme von ARD und BR) um.
Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland

Auch in Nordrhein-Westfalen müssen sich Zuschauer, die TV-Programme über digitales Antennen­fernsehen (im DVB-T-Standard) empfangen, im kommenden Jahr auf Neuerungen einstellen. Am 29. März 2017 endet DVB-T in den Ballungs­räumen an Rhein und Ruhr. Rund drei Millionen deutsche Haus­halte, die bisher DVB-T empfangen, benötigen spätestens dann ein neues Empfangsgerät. Neben Düsseldorf/Rhein/Ruhr und Köln/Bonn werden ab Ende März erstmals auch in Aachen alle privaten Programme, die über Antenne verbreitet werden, empfangbar sein. In all diesen Gebieten sind bereits sechs HD-Programme über DVB-T2 HD mit geeigneten Geräten zu sehen. Zusätzlich stellen WDR und ZDF weitere Stand­orte, von denen nur öffent­lich-rechtliche Programme ausgesendet werden, zu diesem Termin um.

In den Metropolregionen Hamburg/Lübeck, Hannover/Braunschweig sowie im Großraum Kiel wird ab dem 29. März 2017 das private und öffentlich-rechtliche Programm­angebot über DVB-T2 HD zu empfangen sein. Zum gleichen Zeit­punkt wird auch in den Regionen Flensburg, Kappeln und Fehmarn die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 HD erfolgen. Dort wird aller­dings nur das öffent­lich-rechtliche Programm­angebot von ARD und ZDF verfügbar sein. Der NDR stellt darüber hinaus im ersten Schritt die Sende­anlagen in Aurich und Hildes­heim in Nieder­sachsen um. In Mecklen­burg-Vorpommern wird es erstmals terres­trische Privat­programme (freenetTV) im Gebiet Rostock/Schwerin geben, ebenso erfolgt hier die Umstellung der Multiplexe von ARD, ZDF und dem NDR.
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen

In Sachsen-Anhalt werden die Standorte Magdeburg und Halle am 29. März 2017 auf DVB-T2 HD umgestellt. Dann sind erstmals auch alle privaten Programme, die über Antenne verbreitet werden, in dieser Region empfangbar. Die lokalen Programme in Halle, Dessau und Bitter­feld bleiben vorerst weiter als DVB-T Programme auf der Antenne. In Sachsen ist zunächst der Ballungs­raum Leipzig von der Umstel­lung am 29. März betroffen. Leipzig Fernsehen, Bibel TV und BBC World werden wie bisher über DVB-T ausge­strahlt. Diese Programme können auch mit DVB-T2-Empfangs­geräten genutzt werden. Im mittel­deutschen Raum sind die Standorte Brocken, Halle-Stadt, Jena/Kernberge, Leipzig-Messegrund, Magdeburg-Stadt und Wittenberg von der Umstellung betroffen, wie der Mittel­deutsche Rundfunk (MDR) ergänzend mitteilt.

Der Regelbetrieb in Hessen beginnt im Rhein-Main-Gebiet, in Süd- und Ost­hessen. Folgende Sender werden am 29. März 2017 auf DVB-T2 HD umgestellt: Großer Feldberg/Taunus, Frankfurt-Fernmelde­turm, Hohe Wurzel, Würzberg und Rimberg. Neu hinzu kommt ein Stadt­sender für Darmstadt.

Werbekampagne zum Umstieg gestartet

freenetTV wirbt Umstieg auf DVB-T2freenetTV wirbt für Umstieg auf DVB-T2 Die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 betrifft ferner alle derzeit in Bremen und Bremer­haven terrestrisch verbreiteten Programme. Auch in den Ballungs­räumen Saar­brücken, Stuttgart und Mann­heim/Heidel­berg endet DVB-T. Das Empfangs­gebiet des privaten freenetTV wird in Baden-Württemberg im Regel­betrieb ferner um die Regionen Karls­ruhe, Pforz­heim und Reutlingen erweitert.

Unter dem Claim "Ihr TV-Bild ist bald weg!" startet ferner ab sofort die cross­mediale Jahres­end­kampagne für das verschlüs­selte DVB-T2-Privat­sender­angebot freenetTV in Fernsehen, Radio, Print, Out-of-Home, PoS, Mall-Videos und Online. Ziel der deutschland­weiten Kommuni­kations­offensive sei es, über die Abschal­tung des klassischen Antennen­fernsehens DVB-T am 29. März 2017 zu infor­mieren und den Verbraucher auf die Vorteile eines früh­zeitigen Kaufs von freenetTV-fähigen Empfangs­geräten hinzuweisen. Ob die Zuschauer dauerhaft bereit sind, die 69 Euro jährlich für werbe­finanzierte Privat­sender auszugeben, wird eine der spannenden Fragen beim Technik­umstieg sein. 

Quelle: https://www.teltarif.de/digital-fernsehen-dvb-t2-hd/news/66345.html



Nachrichten 28.07.2016

So sieht der Zeitplan für die DVB-T-Abschaltung aus

Wenn DVB-T2 bundesweit verfügbar ist, werden die Privatsender nicht an allen Orten dabei sein. Dennoch wird die Verfügbarkeit gegenüber heute besser sein, heißt es. Wir haben weitere Details zum Zeitplan.
 

Das Ende ist eingeläutet. Am 29. März 2017 wird Schluss sein mit DVB-T. Zumindest in den meisten Regionen in Deutschland, in denen DVB-T heute eine relevante Reichweite hat. Das sind die Ballungszentren, in denen in der Regel auch einige Privatsender on Air sind und ihre Programme anbieten. 28 Senderstandorte sind es heute, 38 Senderstandorte werden es zum 30. März sein - dann aber mit dem neuen DVB-T2-Standard und verschlüsselten Privatsendern. Jetzt hat Media Broadcast weitere Details zum zeitlichen Fahrplan vorgestellt. Er zieht sich bis 2019.

Im August im Vorfeld der IFA will freenet TV mit einer ersten Marketing-Kampagne auf das neue Angebot aufmerksam machen. Das allerdings ist bis zum Umschaltedatum im März noch eingeschränkt: Nur vier Privatsender und ARD und ZDF sind zu empfangen - dafür aber in HD. Wer sich schon heute Hardware kauft, kann die Programme schon sehen, aber auch die bislang noch ausgestrahlten DVB-T-Sender. So kann der Nutzer schon jetzt umrüsten, wenn er den Schritt zu DVB-T mitgehen will.

Zum Jahreswechsel auch USB-Sticks für DVB-T2 erwartet

Um den Jahreswechsel herum wird freenet TV dann mit einer Hardware-Kampagne starten. Dann sollen nach Möglichkeit auch die ersten USB-Sticks für MacBook und PC verfügbar sein, so dass auch die portable Nutzung am Rechner möglich sein soll.

Zum Stichtag 29. März 2017 werden dann die bisherigen DVB-T-Sender ab- und die neuen DVB-T2-Sender aufgeschaltet. Selbst, wer bis dahin schon neue Technik nutzt, die ja in jedem Fall notwendig ist, muss in jedem Fall einen neuen Sendersuchlauf machen. Die neuen Sender können von den Empfängern erst dann eingelesen werden, wenn sie auch senden.

4 Millionen Nutzer sind von der ersten Abschalte-Welle betroffen. Insgesamt nutzen aber 7,6 Millionen Haushalte bundesweit DVB-T, heißt es von Media Broadcast. Viele können auch über März nächsten Jahres hinausnoch DVB-T schauen - nämlich dann, wenn sie nicht im Bereich der 38 Senderstandorte liegen, die zunächst aufgeschaltet werden. Dann bleiben die öffentlich-rechtlichen Sender zunächst mit dem alten Standard unverschlüsselt zu empfangen. Nach und nach werden aber diese Standorte ebenfalls auf DVB-T2 umgestellt, wobei ARD/ZDF & Co weiterhin unverschlüsselt bleiben. An diesen Standorten wird es auch keine Privatsender über Antenne geben.

Nutzer, die sich für freenet TV entscheiden, müssen übrigens darauf achten, das ihr Empfangsgerät ein freenet-TV-Logo trägt. Andernfalls kann das Programm der Privatsender nicht entschlüsselt werden.

DVB-T2: Andere Preismodelle als 69 Euro im Jahr nicht ausgeschlossen
Die 69 Euro pro Jahr für den Zugang zu den Privatsendern über DVB-T2 sind nicht in Stein gemeißelt. Gerade bei Vertragsmodellen sind durchaus andere Modelle denkbar, ließ der Anbieter jetzt durchblicken.

Vergangene Woche hat freenet TV seine Preise für das digitale Antennenfernsehen ab kommendem Jahr vorgestellt. Es gab bereits Kritik aus den Reihen der Poltiker. Auf der Preview zur IFA in Hamburg gab es nun weitere Informationen zu dem Angebot und den Preisen. So wurde deutlich, dass der genannte Preis sich primär auf das anonyme Prepaid-Modell bezieht. Wer einen Laufzeit-Vertrag mit freenet TV eingeht, der kann hoffen, dass der Anbieter noch an den Preisen schraubt.

Stefan Schinzel, Leiter Produktmanagement TV-Plattformen von freenet TV, ließ auf der Veranstaltung durchblicken, dass sich der 69-Euro-Preis vor allem auf die Rubbelkarte an der Supermarktkasse beziehe. Dort soll die Freischaltung für die Privatsender so einfach zu kaufen sein wie heute ein Amazon-Gutschein. Hier werde es vorerst auch nur dieses eine Angebot geben. Mit der Seriennummer des Receivers und der freigerubbelten PIN könne der Kunde dann ohne die Eingabe weiterer Daten die Programme freischalten. Dabei sind nach dem Kauf jedes Receivers die ersten drei Monate kostenlos. Die Freischaltung erfolgt durch das Sendesignal.
Kurzlaufende Abos oder Pausenzeiten nicht ausgeschlossen.

Alternativ zu der anonymen Nutzung kann der Kunde auch eine Vertrag abschließen. Dieser wird generell das gleiche kosten, wie die Prepaid-Variante. Da es aber noch fast ein Jahr dauert, bis die ersten Kunden zahlen müssen, ist es möglich, dass die Preismodelle bis dahin noch weiter angepasst werden. Möglich also, dass es doch noch Familienabos geben wird oder die Möglichkeit, Abos für einige Monate auszusetzen, wenn das Gerät nicht mehr oder zumindest einige Monate nicht benötigt wird - etwa im Schrebergarten oder auf dem Campingplatz. Ob es umgekehrt kurz laufende Abos geben wird, ist ebenfalls offen. Vermutlich wären diese kurzen Laufzeitangebote jedoch teurer als die umgerechneten 5,75 Euro pro Monat bei Jahresangebot.

Denkbar ist auch, dass es bei unterschiedlichen Marken der mobilcom-debitel, die den Sendernetzbetreiber media broadcast übernommen hat, unterschiedliche Angebote gibt. So wird das reine TV-Angebot vermutlich über die Marke freenet TV zu haben sein. Unterdessen hat schon mobilcom-debitel-Geschäftsführer Rickmann von Platen im Gespräch mit teltarif.de durchblicken lassen

Quelle: http://www.teltarif.de/dvb-t2-umschaltung-fernsehen-antenne-wann/news/64704.html



Nachrichten 05.05.2016 
 

DVB-T2: Private Programme werden als Freenet-TV vermarktet. 

In Kürze starten erste Tests für DVB-T2. Der reguläre Testbetrieb ist ab Ende Mai geplant. Vermarktet wird das Angebot als Freenet-TV. Wir haben Details zum neuen terrestrischen Digitalfernsehen zusammengestellt.
Ende Mai geht das terrestrische Digitalfernsehen in eine neue Ära. Pünktlich im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft startet der offizielle Testbetrieb für DVB-T2. Sowohl die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten als auch die privaten Sendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 sind mit dabei. Dabei werden alle Programme in Full-HD ausgestrahlt. Inoffizielle Tests sind bereits in den nächsten Tagen zu erwarten.
Die Programme von ARD und ZDF werden dauerhaft unverschlüsselt ausgestrahlt. In den ersten Wochen nach dem Start der Testsendungen sind auch die Programme der privaten Veranstalter frei empfangbar, wie jetzt aus Fachhandelskreisen bekannt wurde. Ab Juli werden die kommerziellen Sender aber verschlüsselt.

Das Programmpaket soll zu Preisen zwischen 4 und 6 Euro im Monat vermarktet werden. Damit läge der Preis auf einem ähnlichen Niveau wie HD+, das digitale HD-Fernsehen auf dem Astra-Satellitensystem, bei dem ebenfalls die kommerziellen Veranstalter ihre Programme anbieten. Vermarktet wird das DVB-T2-Bouquet unter dem Namen Freenet-TV. Die Webseite für die Plattform wurde bereits aufgeschaltet. Hier sind auch weitere Informationen zu finden - etwa dass Verbraucher bei der Anschaffung eines Empfängers für den neuen terrestrischen Digital-TV-Standard auf das Freenet-TV-Logo achten sollten. Nur bei diesen Receivern sei gewährleistet, dass neben den unverschlüsselten Sendern von ARD und ZDF auch die privaten Programme dauerhaft empfangen werden können.

Längerfristig rund 40 Programme empfangbar

Perspektivisch sollen rund 40 Fernsehprogramme über den DVB-T-Nachfolgestandard zu empfangen sein. Dabei wird das Verbreitungsgebiet über die zum Start versorgten Ballungsgebiete hinaus sukzessive erweitert. Die Sendungen in der bislang üblichen DVB-T-Norm werden nach einer Übergangszeit eingestellt, so dass spätestens dann neue Empfangsgeräte für das terrestrische Fernsehen gebraucht werden.
Neben klassischen Fernsehprogrammen soll es den Angaben auf der Webseite zufolge auch die Freenet-TV-Multithek geben, mit der die Nutzer Internet-Inhalte auf den Fernseher bekommen, sofern der Receiver den HbbTV-Standard unterstützt. Durch die Verknüpfung von TV und Internet erscheinen zudem Internet-TV-Programme in der Senderliste. Wer diese nutzen möchte, benötigt naturgemäß am Empfänger eine Online-Verbindung.
Wer auf DVB-T2 umsteigt, kann die zurzeit noch im alten DVB-T-Standard übertragenen Programme weiter empfangen. Die Receiver für Freenet-TV sind entsprechend abwärtskompatibel. Eine Smartcard wird zum Empfang der verschlüsselten Programme nicht benötigt. Das für die Entschlüsselung erforderliche Modul ist fest in den Set-Top-Boxen integriert.

Quelle: http://www.teltarif.de/dvb-t2-freenet-tv-st…/news/63743.html



Nachrichten 31.03.2016

In diesen Regionen startet DVB-T2
Mit zunächst sechs Programmen findet Ende Mai der Soft Launch für das digital-terrestrische Antennenfernsehen DVB-T2 als Nachfolger des bisherigen DVB-T statt. Wir zeigen auf, was ausgestrahlt wird, wo die Signale zu sehen sind und welche Hardware nötig ist.

Rechtzeitig zu den anstehenden Sportgroßereignissen im Jahr 2016, der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Sommerspielen, startet in ausgewählten deutschen Ballungszentren das neue hochauflösende Antennenfernsehen DVB-T2 HD. Ab 31. Mai sind die öffentlich-rechtlichen Programme Das Erste HD und ZDF HD unverschlüsselt zu sehen, mit einem Signalschutz versehen werden darüber hinaus die Privatsender RTL, ProSieben, SAT.1 und VOX ausgestrahlt. Die Programme gehen zunächst zusätzlich zur bestehenden DVB-T-Verbreitung in SD auf Sendung. Darauf haben sich die beteiligten TV-Sender mit den Medienanstalten und dem Netz- und Plattformbetreiber Media Broadcast im Rahmen des Umstiegsszenarios zur Einführung von DVB-T2 HD in Deutschland verständigt. 

Start über 33 Sendeanlagen

In der ersten Stufe gehen folgende Sendeanlagen ans Netz: Bremen, Schiffdorf (bei Bremerhaven), Lübeck, Hamburg, Kiel, Rostock, Schwerin, Hannover, Braunschweig, Magdeburg, Berlin-Alexanderplatz, Berlin-Schäferberg, Jena, Leipzig, Halle, Wesel, Essen, Dortmund, Düsseldorf, Langenberg (für das zentrale Ruhrgebiet), Wuppertal, Köln, Bonn, Aachen, Hohe Wurzel (bei Wiesbaden), Großer Feldberg/Taunus, Frankfurt, Schoksberg (bei Saarbrücken), Baden-Baden, Stuttgart, Nürnberg, München und Wendelstein/Oberbayern. Die Indoor- und Outdoor-Reichweite ist auf der nebenstehenden Versorgungskarte ersichtlich.

Privatsender werden kostenpflichtig

Der Regelbetrieb mit rund 40 Programmen, überwiegend in HD, soll im 1. Quartal 2017 ebenfalls in diesen und weiteren Ballungsräumen starten. Zeitgleich endet damit die bisher kostenlose und unverschlüsselte Verbreitung privater Programme in SD und im bisherigen DVB-T-Standard. Die öffentlich-rechtlichen Sender bieten ihre Programme auch nach der Umstellung auf DVB-T2 HD unverschlüsselt und kostenlos an. Für den Empfang der meisten Programme der Privatsender in HD-Qualität wird ein technisches Entgelt erhoben, kolportiert wird eine Jahresgebühr von 60 Euro. Der Umstieg auf DVB-T2 erfolgt schrittweise und soll bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. Neben der Produktverbesserung sei die Reduktion des Frequenzspektrums für das Antennenfernsehen nach Vorgaben des Bundes ein Grund für die Umstellung.

Der Empfang von DVB-T2 HD setzt ein geeignetes Empfangsgerät voraus. Das kann entweder eine Set-Top-Box sein, mit der bestehende Fernsehgeräte für das neue Antennenfernsehen fähig gemacht werden oder ein Flachbildfernseher der neuesten Generation mit integriertem DVB-T2 HD-Empfangsteil. Wichtig ist dabei, auf das grüne DVB-T2 HD-Logo zu achten, da in Deutschland der Komprimierungs-Standard HEVC verwendet wird. Nur Geräte mit diesem Logo sind für den Einsatz in Deutschland geeignet. Offen ist noch, ob es schon ab Ende Mai Module gegen wird, um die mit Signalschutz versehenen Privatsender entschlüsseln zu können. Mit reinen Free-to-Air-Geräten werden diese nicht zu sehen sein. In jedem Fall soll in Kürze – möglicherweise zur Fachmesse Anga Com im Juni, ein Produktname für das verschlüsselte DVB-T2 HD-Paket fest stehen, ähnlich wie HD+ im Satellitenbereich. Weitere Details zum Umstieg auf DVB-T2 HD sollen in den nächsten Monaten zwischen den Beteiligten festgelegt werden. 

Quelle: http://www.teltarif.de/digital-fernsehen-dvb-t-dvb-t2/news/63323.html



Nachrichten 29.10.2015

ARD, ZDF und ProSiebenSat1 geben Programmpläne für DVB-T2 bekannt

Das Angebot der geplanten DVB-T2-Plattform soll einen Mix von 40 bis 45 verschlüsselten und unverschlüsselten Programmen umfassen, überwiegend in HD. Auf den Münchner Medientagen haben die Sender ihre Pläne mit DVB-T2 konkretisiert.
 

Vertreter der ARD, des ZDF und der Mediengruppe ProSiebenSat.1 haben auf den Münchner Medientagen auf dem Panel "Terrestrik Reloaded: DVB-T2 zwischen Trial and Launch" ihre konkreten Programmpläne beim neuen digital-terrestrischen Antennenfernsehen DVB-T2 verraten. Für die ARD kündigte Dr. Michael Rombach, Produktionsdirektor des Norddeutschen Rundfunks (NDR) an, dass der Senderverbund pro Region zwei Multiplexe mit zwischen zehn und 14 Programmen verbreiten will. Neben dem Hauptprogramm Das Erste und den Digitalkanälen Eins Festival und tagesschau24 sowie dem Gemeinschaftsprogramm Phoenix und dem deutsch-französischen Kulturkanal arte wolle die ARD auch mehr Dritte Programme als bisher über DVB-T ausstrahlen. Vieles spräche dafür, dass das Komplettportfolio in Full HD mit der Auflösung von 1080p ausgestrahlt würde, wobei man hier noch zwischen den einzelnen Anstalten in Abstimmung sei. 

ZDF will Komplettangebot mit 1080p über DVB-T2 senden

Das ZDF will sein komplettes Programmangebot über DVB-T2 ausstrahlen, also das ZDF-Hauptprogramm, die Digitalkanäle ZDF info und ZDF neo, das Gemeinschaftsprogramm 3sat und den Kinderkanal Ki.Ka. Die Kanalteilung zwischen dem Ki.Ka und ZDF neo werde aufgegeben, alle Sender erhalten eigene 24 Stunden-Plätze. Das Portfolio werde komplett in HD mit einer Auflösung von 1080p ausgestrahlt, wie der Produktionsdirektor beim ZDF, Dr. Andreas Bereczky, erklärte. Inhalte der ZDFmediathek sollen sogar in Ultra HD-Qualität im begleitenden Internetportal multithek verbreitet werden.

Auch der private Medienkonzern ProSiebenSat.1 kündigte die Aufschaltung all seiner Free-TV-Kanäle über DVB-T2 an, also Sat.1, Pro7, kabel eins, sixx, Sat.1 Gold und Pro7 Maxx. Im Vergleich zu den Öffentlich-Rechtlichen würden die Programme jedoch verschlüsselt und seien kostenpflichtig. Dr. Michael Müller, Senior Vice President Distribution, ProSiebenSat.1 Media, sieht jedoch gute Chancen: Bereits heute hätte das Unternehmen schon 5,7 Millionen HD-Subscriber über die anderen Verbreitungs­wege Kabel, Satellit und IPTV, 2018 erwarte man 9,2 Millionen. Die Zuschauer seien also bereit für eine bessere Bildqualität zu zahlen.
Privatsender von 80 Prozent der Bevölkerung empfangbar

Auch Netzbetreiber Media Broadcast stellte auf dem Panel heraus, dass der Mehrwert HD die Killer Applikation des neuen Antennenfernsehens sei, die Menschen dazu bewegen würde für Fernsehen zusätzliches Geld auszugeben. Wie Holger Meinzer, Chief Commercial Officer B2B von Media Broadcast ankündigte, werde das Bouquet mit Privatsendern im vorläufigen Endausbau 80 Prozent der Haushalte erreichen. Aktuell laufen die Vorbereitungen für den Probebetrieb, der im Juni 2016 zur Fußball-Europameisterschaft starten soll. Momentan werden die Sendetürme in Berlin und Schwerin umgebaut sowie ein ganz neuer Sendemast in Leipzig gebaut.

Laut Produktionsdirektor Bereczky versorge das ZDF aktuell 98 Prozent der Haushalte mit DVB-T in der Fläche. Ob dies genauso bei DVB-T2 angestrebt werde hänge auch damit zusammen in wie vielen ländlichen Regionen es künftig Breitbandinternet mit 50 MBit/s gebe. 

Telekommunikationsanbieter blockieren DVB-T2 in Smartphones

Wolfgang Breuer, CEO bei Media Broadcast, hob noch einmal die zunehmende Nachfrage nach mobilem Empfang als einer der großen Vorteile bei DVB-T2 hervor. Selbst im Fahrzeug könnte die Technik ihre Vorteile ausspielen und dem klassischen Radio Konkurrenz machen, sollte es in naher Zukunft selbstfahrende Autos geben. DVB-T2 werde dagegen ebenso wie das Digitalradio DAB+ nicht in Smartphones integriert, da 90 Prozent der Gadgets über Telekommunikationsanbieter vertrieben werden, die Highspeed-Volumen verkaufen wollen und an der kostenlos verfügbaren Terrestrik kein Interesse zeigten - auch wenn es kein Problem darstellen würde, die Chips zu integrieren.

Neben dem eigenen Portal multithek stünde DVB-T2 auch für weitere Internet-Anbieter offen, die im Rahmen einer Hybrid-Technik die Plattform nutzen können. So wurde bekannt, dass das Videoportal maxdome wohl ebenfalls über DVB-T2 verfügbar sein soll, ebenfalls teils mit Ultra HD-Produktionen.

Markus Zumkeller, Geschäftsführer Sony Deutschland, kündigte auf dem Panel an, dass alle neuen Sony-Fernseher einen DVB-T2/HEVC-Tuner enthalten. 

Quelle: http://www.teltarif.de/digital-fernsehen-dvb-t-dvb-t2/news/61528.html


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Detlef Wipperfürth
© 01/2017